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Gasherd

Der Gasherd ist ein Küchenklassiker. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts bauten die Engländer, später die Franzosen Erdgas-Kochgeräte. Die Deutschen zogen 1851 nach und präsentierten bald darauf den Vorläufer der heutigen Gasherde. Es gibt kaum einen Profi Koch, der ohne einen Gasherd auskommt. Denn der große Vorteil des Gasherdes ist, dass er sich sehr präzise regulieren lässt und so die benötigte Wärme sekundengenau in Topf und Pfanne bringt. Man kann alle Topfarten verwenden und der Energieverbrauch liegt deutlich unter den eines Elektroherdes. Hobbyköche und Sterne Köche schwören auf die Vorteile des Gasherds, vor allem wegen der exakt eingehaltenen Garzeiten, die eine hohe Qualität des Kochergebnisses garantieren. Gasherde arbeiten mit Erdgas E (früher H genannt), Erdgas LL (früher L genannt) und Flüssiggas (Propan oder Butan bzw. deren Gemische) mit 30 mbar oder 50 mbar Druck.

Gasherd - Geräte Arten
Der Fachhandel bietet eine Vielfalt an Gasherden und Gasbacköfen in modernem Küchendesign.

Standgeräte: Sie werden im Handel mit 3 oder 4 Kochstellen angeboten, eine komplette Einheit von einer Gaskochmulde und einem Gas - oder Elektrobackofen. Der Backofen kann mit den Zusatzfunktionen wie Oberhitze, Umluft, Heizluft oder Grillheizung ausgestattet sein.

Einbaugeräte: Diese Geräte sind zum Einbau in Küchenzeilen vorgesehen. Sie bestehen aus zwei Teilen. Die Gaskochmulde, die zum Einsetzen in einer Küchenarbeitsplatte geeignet ist und der Backofen, der einen Umbauschrank benötigt. Beide Geräte können mit Gas betrieben werden.

Kochmulden: Diese Geräteart gibt es mit zwei bis sechs Gaskochstellen und wird in einer Küchenarbeitsplatte eingearbeitet. Die Bedienungselemente sind in der Mulde integriert oder in einem separaten anbringbaren Schalttableau.

Unterbauherde: Die mit einem eigenen Sockel ausgestatteten Geräte können in einer Küchenzeile integriert werden.

Gaskeramikkochfelder: Diese Geräte werden mit offener Flamme betrieben. Hier wird die Wärme durch Gasinfrarotstrahler unter dem Glaskeramikfeld erzeugt, eine sehr pflegeleichte Ausführung.

Für die Sicherheit sorgt heute modernste Technik. Ein Thermoelement an jeder Brennstelle angebracht, verhindert das Ausströmen von Erdgas. Der Anschluss der Geräte kann durch die Erdgassteckdose erfolgen, an die der flexible metallene Gas-Sicherheitsschlauch des Erdgasherdes gasdicht angeschlossen wird. Eine weitere Möglichkeit ist der Festanschluss mit verzinkter oder kupferner Rohrleitung. Hier gehört ein Gasgerätehahn in unmittelbare Nähe des Herdes. Beide Anschlussarten müssen jederzeit zugänglich sein.

Gasherd - Gasherd und Elektroherd im Vergleich
Gasherde arbeiten mit niedrigen Energiekosten und bieten viel Komfort. Durch den Einsatz eines Erdgasherdes können die Verbrauchskosten gegenüber der elektrisch betriebenen Variante um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. Besonders empfehlenswert ist der Gasherd bei größeren Haushalten, aber schon in einem 2- Personen-Haushalt ergeben sich Kostenvorteile gegenüber der elektrischen Variante. Wer mit einem Gasherd kocht, spart im Vergleich zum Elektroherd jährlich etwa 50 Euro an Energiekosten. In sekundenschnelle erreicht der Gasherd volle Leistung. Er verfügt über eine stufenlose und schnelle Brennregulierung und fehlende Nachwärme. Trotz der vielen Vorteile nutzen nur ca. 4% der 10 Mio Haushalte (alte Bundesländer), die an ein Erdgasnetz angeschlossen sind Gas zum Kochen.

1,2 Mio der jährlich in den alten Bundesländern produzierten Elektroherde stehen ganze 90.000 Gasherde gegenüber, woraus sich auch der höhere Anschaffungspreis der Gasherde ergibt. Im Gegensatz zum Elektrogerät muss der Raum um einen Gasherd aufstellen zu können gewissen Richtlinien entsprechen. Der Gasherd bezieht einerseits seine Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum, andererseits gibt er die entstehenden Abgase im Raum ab. Daher müssen einige Vorschriften eingehalten werden, die für einen Elektroherd nicht nötig sind. Die Raumgröße in dem der Gasherd aufgestellt wird, muss bezogen auf eine Leistung von 11 kW, mind. 20 m3 betragen (ein Standardgerät mit 4 Flammen und Gasbackofen hat knapp 11 KW). Der Raum muss ein Fester besitzen das geöffnet werden kann oder eine Tür, die ins Freie geht. Vor dem Kauf empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Fachberater, durch einen Gas-Installateur oder durch den Gasversorger vor Ort.